Turm-Mikrofon

Qualitative Erfassung auch am WEA-Turm

Neue Wege in der Aktivitätsmessung an WEAs

Die immer höheren WEA mit immer größeren Rotoren machen es nötig, dass Fledermäuse heute nicht nur aus der Gondel erfasst werden, sondern auch zusätzliche Mikrofone zum Beispiel im Bereich der Rotorunterspitze installiert werden müssen. Wir haben dafür in Zusammenarbeit mit WEA-Turm-Herstellern und mit WEA-Herstellern eine neuartige Mikrofonlösung entwickelt. Diese beinhaltet neben dem Mikrofon ebenso einen Schallgeber, um einen täglichen Mikrofontest durchzuführen. Damit haben wir quasi das Scheibenmikrofon des Gondelmonitorings miniaturisiert für den Einsatz am Turm.

Schema des Turm-Mikros

Technische Daten

Das Turmmikrofon besteht aus einem Kunststoffzylinder (28mm x 60mm) und kann über eine Gewindestange an den Turmwand-Durchmesser angepasst werden. Es wird mittels einer Halteplatte innen am Turm befestigt. Maximal lässt es sich dazu um ca. 34cm verändern. Zur Installation muss eine Bohrung mit Durchmesser 30mm im Turm vorhanden sein. Um Regenwasser am Eindringen in den Turm zu Hindern, kann die Bohrung im 10° Grad-Winkel abfallen.

Tipps

Wir empfehlen die frühzeitige Absprache mit dem WEA-Hersteller. Ist in der Genehmigung die Auflage einer solchen Installation enthalten, dann sprechen Sie dies am besten noch vor Auslieferung der WEA mit dem Hersteller ab. So kann die nötige Bohrung beim Bau des Turms frühzeitig berücksichtigt werden. Nachträgliche Bohrungen sind immer aufwendig und teurer.

Um das Mikro zu schützen, empfehlen wir die Ausrichtung entgegen der Hauptwetter-Richtung. Das bedeutet in der Regel eine Ausrichtung gegen Ost oder Südost. Auch ist das Mikro so vor den Verwirbelungen des Rotors besser geschützt.

In Abhängigkeit der genauen Auflage und der Höhe des Mikrofons über Grund kann der Threshold und somit die Reichweite des batcorders angepasst werden. Bei einer recht Bodennahen-Installation (20-30m) kann zum beispiel durch Erniedrigung des Thresholds auf -30 dB oder -27 dB die Erfassung Bodennah-fliegender Tiere minimiert oder gar ausgeschlossen werden. Ist das ziel solche Tiere aufzuzeichnen, die den Turm als Leitstruktur nutzen und daran in den Rotorbereich fliegen, kann auch mit verringerter Empfindlichkeit gearbeitet werden. Beachten Sie, dass dann immer das Erfassungsvolumen entsprechend schrumpft. Die Abbildung zeigt ein grobes Schema des Erfassungsvolumens des Turmmikros.

Schema des Erfassungsradius des Turm-Mikros